Karoline Herfurth über »Die Nervknödel«
Mit viel Sprachwitz und Charme erzählt Autorin Maria Kling in "Die Nervknödel" von den beiden Geschwistern Milla und Mats, die sich sehnlichst ein Haustier wünschen. Daraufhin ziehen die drei flauschigen Wesen Knuffel, Lulu und Mopsi ins Kinderzimmer ein und sorgen dort für jede Menge Chaos und Trubel.
Das Hörbuch liest die beliebte Schauspielerin und Sprecherin Karoline Herfurth. Mit viel Spielfreude und einer großen stimmlichen Bandbreite erweckt sie die liebenswert-eigenwilligen Figuren zum Leben und macht die turbulente Familiengeschichte zu einem unterhaltsamen Hörerlebnis für die ganze Familie.
Zu ihrer Lesung haben wir der Sprecherin ein paar Fragen gestellt. Im Interview gibt sie uns Einblicke, wie sie die Stimmen der niedlich-nervigen Wesen gefunden hat, welche Szene ihr im Tonstudio am meisten Spaß gemacht hat und was ihren ganz eigenen Nervknödel ausmachen würde.
7 Fragen zu »Die Nervknödel«
Die drei Nervknödel klingen in deiner Lesung exakt so, wie sie auf dem Cover aussehen. Wie hast du die Stimmen für Lulu, Knuffel und Mopsi gefunden?
Dankeschön! Ich habe das Buch zur Vorbereitung öfter laut gelesen und verschiedene Stimmen und Charakter für die Nervknödel ausprobiert. Dabei habe ich mich an den Beschreibungen orientiert, die über sie im Buch zu finden sind. Und ich hatte das Glück, dass Maria Kling bei der Aufnahme mit im Studio saß. Ich konnte sie also selbst fragen, wie die Nervknödel in ihrem Kopf geklungen haben, als sie sich das alles ausgedacht hat. Und wir haben dann noch mal gemeinsam gefeilt, bis wir zufrieden waren.
Im Hörbuch wird getobt, gekleckert, gesprungen, gejammert und gemeckert. Welche Szene hat dir beim Einlesen am meisten Spaß gemacht?
Das Abendbrot hat mir wirklich großen Spaß gemacht, weil es erst mal so entspannt losgeht und sich dann in ein immer absurderes Chaos hochschaukelt. Und der Besuch von Tante Agathe! So eine Figur zu sprechen ist einfach eine Freude.
Gab es während der Aufnahme Momente, in denen du selbst lachen oder eine Passage noch einmal beginnen musstest, weil die Nervknödel ihrem Namen alle Ehre gemacht haben?
Ja, es gab immer wieder Momente, in denen ich noch mal neu angesetzt habe. Manchmal ist mir zum Beispiel ein Nervknödel entflutscht, dann musste ich mir den stimmlich erst mal wieder zurückholen. Damit immer wieder diese ganz bestimme charakterliche Färbung wiederzukennen ist und man den Figuren treu bleibt. Manchmal hatte ich aber auch das Gefühl, noch nicht alles aus einer Situation herausgeholt zu haben und dann habe ich auch noch mal von vorne angefangen.
Unterscheidet sich deine Vorbereitung auf ein Kinderhörbuch von der Arbeit an einem für Erwachsene oder einer Filmrolle? Wo liegen für dich Gemeinsamkeiten?
Ein Hörbuch einzusprechen ist tatsächlich eine völlig andere Aufgabe, als eine Filmrolle zu spielen. Bei einem Hörbuch gibt es nur die Stimme, um Räume, Situationen, Stimmungen und Figuren plastisch zu machen. Damit alles, was geschrieben steht, in der Fantasie der Hörer*innen zum Leben erweckt werden kann, muss die Sprecherin unglaublich präzise sein, Raum und Platz zum Denken lassen, ohne den Faden zu verlieren und klare gedankliche Bögen spinnen. Das macht unglaublich viel Spaß, ist aber auch eine große Herausforderung. Besonders, weil ich eigentlich sehr schnell spreche und auch Deutlichkeit nicht zwingend eine Grundeigenschaft meines Sprechens ist. Bei Kindern finde ich auch besonders wichtig, dass man nicht überspielt, also wirklich die Geschichte und die Figuren hörbar macht und nicht mit einer zu starken Interpretation ablenkt.
Angenommen, du könntest zusammen mit Autorin Maria Kling einen vierten Nervknödel erfinden: Wie würde er heißen und womit würde er alle auf Trab halten?
Uh, wow! Das ist gar nicht so einfach. Knuffel, Lulu und Mopsi sind schon so ein Rund-um-Paket mit denen man sich jedes Abenteuer vorstellen kann. Vielleicht Schorschi. Schorschi ist rosa und ist nachtaktiv. Dann geht es am liebsten spazieren oder tanzt auf Dächern. Außerdem will es alles wissen und bricht gerne in Museen ein, untersucht jedes Kabel oder nimmt ganze Geräte auseinander, um zu gucken, wie sie funktionieren. Da es sich aber schnell langweilt, baut es selten wieder was zusammen.
Welchen Tipp für das Zusammenleben mit einem Nervknödel würdest du als Expertin Kindern und Erwachsenen unbedingt mitgeben?
Wenn es etwas gibt, das man nicht teilen will, sollte man es unbedingt an einem sehr geheimen Ort verstecken. Einkaufen nie vergessen und überall in der Wohnung Spieleinseln aufbauen. Jeden Abend eine Tobeeinheit einplanen ist wichtig, damit die Nervknödel schön müde sind und grundsätzlich sollte man sich mit Unordnung anfreunden.
Ganz ehrlich: Wie viel Nervknödel steckt in dir selbst?
Wenn ich einen Film vorbereite, dann hüpfe ich auch manchmal wie ein Flummi von Abteilung zu Abteilung, höre nicht auf, Fragen zu stellen und nehme manchmal sehr schnell sprechend alles auseinander. Da kann ich auch ganz gut nerven, bis ich habe, was ich will.
Die Nervknödel
Autor*in: Maria Kling
Sprecher*in: Karoline Herfurth
Beharrlich sind sie, sagen die einen. Nervig, sagen andere. Jedenfalls wollen Milla und Mats un-be-dingt ein Haustier. Mama und Papa wollen das nicht. Konsequent sind sie, sagen die einen. Nervig, sagen andere.
Wie gut, dass Milla und Mats ganz zufällig in einer kleinen Höhle im verwilderten Teil des Gartens hinter dem Haus drei flauschige Wesen entdecken: Knuffel, Lulu und Mopsi sind zuckersüß. Die perfekten Haustiere! Kurzerhand ziehen die drei Flauschis ins Kinderzimmer und sorgen dort für allerhand Trubel, äh, Freude. Sie sind schließlich echte Nervknödel!
In 6 wirklich witzigen Geschichten toben, kleckern, springen, jammern und meckern sich die Nervknödel durch den Tag. Und bei aller Nervigkeit sind sie vor allem: superliebenswert und perfekt – genau wie sie sind.
Karoline Herfurth
Karoline Herfurth ist Schauspielerin, Sprecherin, Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihren Durchbruch hatte sie mit dem Film Mädchen, Mädchen. Bekann ist sie außerdem aus Das Parfum (2006) und Fack ju Göhte.
Maria Kling
Maria Kling wollte Kinderbücher schreiben, seit sie mit zehn Jahren Madita gelesen hat. Ihre anderen Traumberufe waren Archäologin, Ballerina und Astronautin. Nachdem sie im letzten Jahr auf dem Mond tanzend Dinosaurierknochen ausgegraben hat, kann sie sich endlich dem Schreiben widmen.
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Häufig gestellte Fragen
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„Die Nervknödel“ eignet sich für Kinder ab etwa sechs Jahren und für Familien, die humorvolle Geschichten über Geschwister, Haustiere und das alltägliche Familienchaos mögen. Das Hörbuch eignet sich sowohl zum gemeinsamen Hören als auch für Kinder, die schon selbstständig Hörgeschichten verfolgen.
Auf jeden Fall! „Die Nervknödel“ steckt voller fantasievoller Einfälle, liebenswert-chaotischer Figuren und humorvoller Situationen, über die auch ältere Kinder und Erwachsene lachen können. Die Geschichten greifen außerdem typische Momente aus dem Familienalltag auf – vom Streit ums Aufräumen bis zum Ärger beim Einschlafen – und laden dazu ein, gemeinsam zuzuhören und sich wiederzuerkennen. Durch den feinen Humor der Autorin funktionieren die sprachlichen Witze auch gut bei Jugendlichen und Erwachsenen. Fans von Karoline Herfurth werden auch großes Vergnügen beim Hören haben.
Im Mittelpunkt stehen Geschwister, Familie, Haustiere, Zusammenleben, Fantasie und gegenseitiges Verständnis. Die Geschichte zeigt mit viel Humor, dass kleine Alltagsnervigkeiten dazugehören – und dass man jemanden gerade wegen seiner oder ihrer Eigenheiten besonders liebhaben kann.
„Die Nervknödel“ ist eine humorvolle, fantasievolle und turbulente Familiengeschichte. Karoline Herfurth bringt genau diese Mischung aus Wärme, Tempo und Situationskomik in ihre Lesung ein. Dadurch können Kinder die Abenteuer von Milla, Mats und den drei flauschigen Wesen unmittelbar miterleben, während auch Erwachsene den humorvollen Blick auf das Familienleben genießen können.








