Hörbuchcover Malaparte - Die Haut

ISBN 978-3-86952-002-5

Erschienen am 17.08.2009

Curzio Malaparte

Die Haut

Aus dem Italienischen von Hellmut Ludwig

Gekürzte Lesung mit Matthias Habich

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1943: Die Amerikaner sind in Neapel gelandet. Doch mit den Befreiern ergreift ein anderes Übel Besitz von der Stadt. Weil jeder seine Haut, nicht seine Seele retten will, versinkt das Volk in Unmoral. Mütter prostituieren sich, Väter geben ihre Töchter preis, für einen Kaugummi werden Knaben zu Strichjungen. Jeder verkauft jeden. Ein höllischer Sündenpfuhl, in dem auch die abseitigsten erotischen Wünsche erfüllt werden. Nur die Erniedrigung der Besiegten, so lautet die bitter-zeitlose Bilanz, verschafft den Befreiern die Gewissheit, sich als Sieger zu fühlen. Die schillernde Chronik Malapartes ist »wohl das einzige Antikriegsbuch, das von der Faszination für das Schlachten und Grauen lebt« Die Zeit.


Autor

Curzio Malaparte alias Kurt Erich Suckert wurde 1898 im italienischen Prato als Sohn einer Italienerin und eines Deutschen geboren. Mit 16 Jahren meldete er sich freiwillig zum Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende startete er eine journalistische Karriere, 1928-31 war er Chef von La Stampa. 1933 wurde er wegen kritischer Äußerungen verhaftet und einige Jahre in die Verbannung geschickt. Während des Zweiten Weltkriegs berichtet Malaparte als Korrespondent für den Corriere della Sera aus diversen Kriegsgebieten. 1945 fungierte er als Verbindungsoffizier zur US-Armee. Nach dem Krieg veröffentlichte er zwei Romane, die ihn weltberühmt machten: Kaputt und Die Haut. Malaparte starb 1957 in Rom an Lungenkrebs ? eine Folge der Giftgasangriffe, denen er an der französischen Front des Ersten Weltkriegs ausgesetzt war.Zur Autorenseite von Curzio Malaparte>>

Sprecher

Matthias Habich, geboren 1940 in Danzig, gehört zu den renommiertesten deutschen Charakterdarstellern. Er studierte Schauspiel in Hamburg, Paris und New York. Einem großen Publikum wurde er 1976 durch seine Rolle in Volker Schlöndorffs Fangschuss bekannt. Seitdem war er in unzähligen Film- und Fernsehproduktion zu sehen, so zum Beispiel 1998-1999 in der TV- Serie Klemperer - Ein Leben in Deutschland. Matthias Habich wurde vielfach ausgezeichnet - unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis für Jahrestage und dem Deutschen Filmpreis für Nirgendwo in Afrika. Zuletzt sah man ihn in der oskarnominierten Filmproduktion Der Vorleser. Habich lebt seit über 25 Jahren in Paris.
Zur Sprecherseite von Matthias Habich >>

Pressestimmen

"Die stille Bewunderung Malapartes für die Amerikaner intoniert Habich genauso gekonnt wie die blanke Verachtung." Deutschlandradio Kultur

"Habich genießt seine Lesung, er schwenkt die Vokale über die Zunge wie Wein, er kaut genüsslich auf den Worten, ganz so, als seien diese selbst jenes Fleisch, von dem das Buch dauernd erzählt [...]" DIE ZEIT

"ruhig, kühl und genau gelesen von Matthias Habich" Literaturen

"Er hat die souveräne Erzählstimme, um den Malaparte zu geben und den wechselnden Aggregatzuständen des Romans zwischen festen Tatsachen, flüssiger Kriegs-Kolportage und gasförmiger Phantastik zum Ausdruck zu bringen." Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Ein ungewöhnliches, hochinteressantes Buch, von einem der besten deutschen Schauspieler mit all seiner intellektuellen Schärfe präsentiert." Westfalenpost

"Habich stellt die Sätze des Grauens erbarmungslos langsam aus, er gibt dem Ekel eine eindrucksvolle Stimme, der man sich nicht entziehen kann." Süddeutsche Zeitung


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